Notgroschen Höhe: Wie viel Geld du wirklich brauchst, um ruhig zu schlafen
Wie hoch sollte dein Notpolster sein? Hier erfährst du alles zur idealen Notgroschen Höhe, wie du Rücklagen bilden kannst und im Alltag clever sparst und investierst.
FINANZEN
Lukas Nowotny
12/17/20253 min read
Der Notgroschen-Guide: Dein Ticket in die Unabhängigkeit (und wie viel dafür reicht)
Erinnerst du dich an den letzten Artikel über die berufliche Neuorientierung? Wir haben darüber gesprochen, wie wichtig Mut ist. Aber Mut hat einen pragmatischen Bruder: Sicherheit.
Stell dir vor, du stehst auf einer Leiter, um eine Lampe aufzuhängen. Fühlst du dich sicherer, wenn jemand unten steht und die Leiter festhält? Natürlich.
Genau das ist dein Notgroschen. Er ist der Typ, der die Leiter festhält, während du oben an deiner Zukunft schraubst.
Viele Leute denken bei Finanzen an komplizierte Aktienkurse oder langweilige Bausparverträge. Aber bevor wir über Rendite sprechen, müssen wir über deinen Schlaf sprechen. Wenn du nachts wach liegst, weil die Waschmaschine komische Geräusche macht und du nicht weißt, wie du eine neue bezahlen sollst, dann hast du kein Geldproblem – du hast ein Sicherheitsproblem.
Lass uns heute klären, wie wir das ändern.
Warum „Rücklagen bilden“ nichts mit Geiz zu tun hat
In der Veranstaltungstechnik gibt es eine goldene Regel: „Redundanz“. Wenn ein Kabel kaputtgehen könnte, hast du ein zweites dabei. Wenn das Mischpult abraucht, hast du einen Plan B.
Warum sind wir im echten Leben oft schlechter vorbereitet als auf einem Rockkonzert?
Rücklagen bilden bedeutet nicht, dass du dir keinen Kaffee mehr gönnen darfst. Es bedeutet, dass du dir Optionen kaufst.
Dein Chef nervt dich extrem? Mit einem Notgroschen kannst du kündigen, ohne sofort obdachlos zu werden.
Das Auto muss in die Werkstatt? Kein Drama, nur eine Überweisung.
Geld auf der hohen Kante ist „gedruckte Freiheit“. Es senkt deinen Stresspegel sofort.
Die ideale Notgroschen Höhe: Die 3-bis-6-Monats-Regel
Jetzt mal Butter bei die Fische: Wie viel Geld muss da liegen?
Die pauschale Antwort der Finanzexperten lautet oft: „3 bis 6 Netto-Monatsgehälter“. Aber sind wir ehrlich – das ist eine riesige Spanne. Die richtige Notgroschen Höhe hängt komplett von deiner Lebenssituation ab.
Ein Single, der zur Miete wohnt, braucht weniger Puffer als ein Familienvater mit Hauskredit und zwei Hunden.
Ich habe dir hier eine kleine Übersicht erstellt, damit du dich besser einordnen kannst:
Deine Situation Empfohlener Puffer Warum?
Der Ungebundene 3 Monatsausgaben Dein Risiko ist überschaubar. Wenn der Job wegfällt, bist du flexibel und hast
geringe Fixkosten.
(Single, Miete, fester Job)
Der Sicherheits-Typ 6 Monatsausgaben Hier hängt mehr dran. Wenn die Heizung kaputtgeht oder das Einkommen
wegfällt, brauchst du mehr Zeit und Geld.
(Familie, Immobilienkredit, Alleinverdiener)
Der Freigeist 6–12 Monatsausgaben Deine Einnahmen schwanken. Du musst auch mal eine Durststrecke
(Selbstständige, Freelancer) überbrücken können, ohne Panik zu bekommen.
Wichtig: Es geht hier um Monatsausgaben, nicht zwingend um das Gehalt. Wenn du 3.000 € verdienst, aber nur 1.500 € zum Leben brauchst, muss dein Notgroschen nicht 9.000 € betragen (3x Gehalt), sondern 4.500 € (3x Ausgaben) reichen für den Anfang völlig aus.
Geld sparen Alltag: So füllst du den Topf auf
Jetzt sagst du vielleicht: „Lukas, klingt super, aber am Ende vom Geld ist noch so viel Monat übrig.“
Das Fiese am Sparen ist: Wenn wir warten, bis etwas übrig bleibt, sparen wir nie.
Hier sind drei schnelle Hebel, wie du Geld sparen im Alltag zur Gewohnheit machst, ohne wie ein Eremit zu leben:
Bezahle dich zuerst: Richte am Monatsersten einen Dauerauftrag auf dein Tagesgeldkonto ein. Weg vom Girokonto, weg aus dem Sinn. Fang mit 25 € an, wenn nicht mehr geht. Hauptsache, der Automatismus läuft.
Der Kündigungs-Check: Geh einmal deine Kontoauszüge durch. Fitnessstudio, in dem du nie bist? Das dritte Streaming-Abo? Kündigen. Das sind oft 30–50 € im Monat, die du sofort hast.
Die 48-Stunden-Regel: Du willst dir ein neues Gadget kaufen? Warte 48 Stunden. Wenn du es dann immer noch unbedingt willst – okay. In 80 % der Fälle verfliegt der Impuls aber, und du hast Geld gespart.
Wohin mit dem Geld?
Dein Notgroschen gehört nicht in Aktien, Bitcoin oder Gold. Er gehört auf ein separates Tagesgeldkonto.
Warum? Weil du im Notfall sofort dran musst. Wenn dein Auto kaputt ist, kannst du nicht warten, bis sich der Aktienkurs erholt hat. Die Rendite beim Notgroschen ist nicht Zinsen – die Rendite ist dein ruhiger Schlaf!
Fazit: Fang heute an
Ein voller Notgroschen entsteht nicht über Nacht. Es dauert. Aber das Gefühl, wenn die ersten 1.000 € auf der Seite liegen und du weißt: „Egal was passiert, ich bin sicher“ – dieses Gefühl ist unbezahlbar. Es ist das Fundament, auf dem wir deine Träume aufbauen.
Also, logg dich jetzt in dein Online-Banking ein. Mach ein Unterkonto auf. Nenne es „Freiheits-Konto“. Und überweise den ersten Euro.
Oder gehe zum nächsten Artikel, zumb Beispiel über das Thema Schlaf.
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