Keine Motivation mehr im Job? 5 Anzeichen, dass du innerlich gekündigt hast

Fühlst du dich leer? Hier sind 5 Warnsignale, dass du innerlich gekündigt hast. Erfahre, was Boreout Anzeichen sind und was hilft, wenn die Motivation im Job verloren geht.

KARRIERE

12/24/20253 min read

man leaning his face on his left hand
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Keine Motivation mehr im Job? 5 Anzeichen, dass du innerlich schon gekündigt hast

Kennst du den Unterschied zwischen „erschöpft, aber glücklich“ und „einfach nur leer“? In meiner Zeit als Veranstaltungstechniker gab es Tage, da haben wir 16 Stunden durchgezogen. Nach dem Abbau taten mir alle Knochen weh, ich war dreckig und müde. Aber ich war zufrieden. Wir hatten was gerissen.

Und dann gibt es diese anderen Tage. Tage, an denen du eigentlich gar nicht so viel gemacht hast, aber trotzdem völlig ausgelaugt nach Hause kommst. Du starrst auf den Monitor, schiebst Pixel oder Excel-Listen hin und her, und fragst dich: „Wozu das alles?“

Wenn dir das bekannt vorkommt, hast du vielleicht nicht einfach nur eine schlechte Woche. Es kann sein, dass du innerlich gekündigt hast, ohne es dir selbst einzugestehen.

Es ist ein schleichender Prozess. Niemand wacht morgens auf und beschließt: „Ab heute ist mir alles egal.“ Es passiert leise. Damit du Klarheit bekommst, lass uns die 5 härtesten Warnsignale anschauen.

1. Zynismus wird deine zweite Sprache

Früher hast du dich vielleicht über ineffiziente Prozesse aufgeregt und Verbesserungsvorschläge gemacht. Du wolltest, dass der Laden läuft. Heute? Wenn der Chef mit einer neuen, absurden Idee um die Ecke kommt, rollst du innerlich nur noch mit den Augen und denkst: „Jaja, mach du mal.“

Dieser Sarkasmus ist ein Schutzschild. Wenn du Motivation im Job verloren hast, ist Gleichgültigkeit oft der einzige Weg, den Frust zu ertragen. Du hörst auf zu kämpfen, weil dir das Ergebnis egal geworden ist.

2. Dienst nach Vorschrift (Quiet Quitting)

Du kommst pünktlich, du gehst pünktlich. Keine Minute früher, keine Minute später. Das ist per se nicht schlecht (Work-Life-Balance ist wichtig!), aber die Intention dahinter ist entscheidend. Machst du pünktlich Feierabend, um zum Sport zu gehen? Oder flüchtest du?

Wer innerlich gekündigt hat, macht nur noch das absolute Minimum, um nicht gefeuert zu werden. Du bringst keine eigenen Ideen mehr ein, meldest dich in Meetings nicht mehr zu Wort und duckst dich weg, wenn Freiwillige gesucht werden. Du bist körperlich anwesend, aber dein Geist hat das Gebäude längst verlassen.

3. Dein Körper schlägt Alarm (Boreout Anzeichen)

Wir reden oft über Burnout (Ausbrennen durch Überlastung). Aber das Gegenteil ist genauso gefährlich: Boreout – das Ausbrennen durch Langeweile und Sinnlosigkeit. Dein Körper unterscheidet oft nicht zwischen negativem Stress durch zu viel Arbeit und negativem Stress durch Unterforderung.

Achte auf diese physischen Signale:

  • Der berühmte „Sonntags-Blues“: Übelkeit oder Unruhe am Sonntagabend.

  • Häufige Kopfschmerzen, sobald du das Büro betrittst.

  • Ständige Müdigkeit, obwohl du genug geschlafen hast.

Das sind klassische Boreout Anzeichen. Dein Körper schreit, was dein Kopf noch nicht wahrhaben will: „Ich will hier nicht sein!“

🚨 Der Selbst-Check: Trifft das auf dich zu?

Manchmal reden wir uns die Situation schön („Das Geld stimmt ja...“). Geh mal kurz diese Checkliste durch. Sei ehrlich zu dir selbst.

[ ] Der Wecker-Test: Ist dein erster Gedanke beim Aufwachen „Oh nein, nicht schon wieder“?

[ ] Die Pausen-Flucht: Verbringst du deine Pausen lieber allein am Handy als mit Kollegen, weil dich der Smalltalk nur noch nervt?

[ ] Die Sinn-Frage: Wenn dich jemand fragt, was du beruflich machst, wechselst du schnell das Thema, weil es dir unangenehm oder egal ist?

[ ] Neid: Ertappst du dich dabei, wie du Freunde beneidest, die begeistert von ihren Projekten erzählen?

Hast du mehr als 2 Haken gesetzt? Dann müssen wir reden.

4. Du isolierst dich vom Team

Früher warst du beim Feierabendbier dabei. Heute hast du „leider keine Zeit“. Wenn die Identifikation mit dem Job schwindet, schwindet oft auch die Bindung zu den Kollegen. Sie werden zu Komplizen eines Systems, das du ablehnst. Oder schlimmer: Ihre Motivation nervt dich, weil sie dir vor Augen führt, was dir fehlt.

5. Die Zukunft ist dir egal

Wenn dein Chef über die Ziele für das nächste Jahr spricht oder über deine Entwicklungsmöglichkeiten in der Firma – was fühlst du?

  • Option A: Neugier?

  • Option B: Absolute Leere?

Wenn du dir nicht vorstellen kannst (und willst), in zwei Jahren noch auf diesem Stuhl zu sitzen, dann hast du die Antwort eigentlich schon. Wer innerlich gekündigt hat, plant keine Karriere mehr. Er wartet nur noch auf den Freitag.

Fazit: Es ist keine Schande, es ist ein Signal

Wenn du dich in diesen Punkten wiedergefunden hast: Atme durch. Das ist kein Weltuntergang. Und vor allem: Du bist nicht „falsch“ oder „faul“. Zu erkennen, dass man am falschen Platz ist, ist eine massive Stärke. Es ist der erste Schritt raus aus der Opferrolle, rein ins Handeln.

Du hast zwei Optionen:

  1. Du änderst etwas im Job (neue Aufgaben, Abteilung wechseln).

  2. Du änderst den Job.

Lass diese Erkenntnis nicht im Sande verlaufen. Nimm sie als Startschuss.

Wie geht es jetzt weiter? Wenn du merkst „Ja, das bin ich“, dann lass uns keine Zeit verlieren. Schau dir meinen Artikel zum Thema Berufliche Neuorientierung mit 30+ an. Dort zeige ich dir, wie du den Absprung schaffst, ohne ins Bodenlose zu fallen.